Warnungen bei Katastrophen

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Katastrophen werden leider häufiger. 

Zum Beispiel heftiger Regen mit Über-schwemmungen. 

Wie können Menschen dann rechtzeitig Warnungen erhalten? 
Und zwar alle Menschen, die in Gefahr sind? 
Auch Menschen mit Behinderungen, die in Gefahr sind?

Warnungen sind lebens-wichtig

Es war vor etwa drei Jahren:
Damals gab es heftige Über-schwemmungen.
Die Über-schwemmungen waren im Westen von Deutschland.
Besonders im Ahrtal.
Viele Menschen im Ahrtal haben Warnungen nicht erhalten.
Deshalb haben die Über-schwemmungen viele Menschen überrascht.
Die Menschen konnten sich nicht rechtzeitig in Sicherheit bringen.
Im Ahrtal sind sogar 135 Menschen bei den Über-schwemmungen gestorben.

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Wie kann ich Warnungen erhalten?

Stellen Sie sich vor:

Es gibt wieder Über-schwemmungen.
Wie erhalten die Menschen dann Warnungen?
Dafür gibt es mehrere Möglichkeiten:

  • Warnungen im Radio.
  • Die Feuerwehr fährt durch die Straßen.
    Die Feuerwehr warnt dabei über Lautsprecher.
  • Ein Warn-Signal von einer Sirene.

Apps für Warnungen auf dem Handy 

Es gibt aber auch Apps für Warnungen.

Apps sind Programme auf dem Handy.

Sie können die Apps kostenlos herunterladen:

Zum Beispiel bei Google Play.
Oder im App Store.

Dann können Sie Warnungen über ihr Handy bekommen.

Es gibt zwei Apps für Warnungen:

  • NINA und
  • KATWARN.

NINA ist teilweise in Leichter Sprache.
Die Warnungen über die Apps kommen von den zuständigen Behörden.

Was ist mit blinden Menschen?
Oder mit tauben Menschen? 

Blinde Menschen können die Warnung auf dem Handy vielleicht nicht sehen. 
Und was ist mit tauben Menschen? 
Vielleicht sendet das Handy von einem tauben Menschen einen Warnton. 
Aber der taube Mensch kann den Warnton nicht hören. 
Deshalb ist das Zwei-Sinne-Prinzip wichtig. 

Das bedeutet: 
Die Warnung kommt auf zwei verschiedenen Wegen. 
Zum Beispiel erscheint eine Nachricht auf dem Handy. 
Ein tauber Mensch kann die Warnung dann lesen. 
Ein blinder Mensch kann die Warnung aber nicht lesen. 
Das Handy sendet deshalb gleichzeitig auch einen Warnton. 
Der blinde Mensch kann diesen Warnton hören. 
So erhält auch der blinde Mensch die Warnung. 

MASTD/Pulkowski

Die Behörden denken oft schon an Menschen mit Behinderungen. 
Weitere Verbesserungen sind aber notwendig. 
Zum Beispiel mehr Leichte Sprache. 

Können alle Menschen Kranken-Wagen rufen? 

Manchmal gibt es auch persönliche Notfälle. 
Vielleicht brauchen Sie irgendwann einen Kranken-Wagen? 
Normalerweise rufen Sie dann die Telefon-Nummer 112 an. 
Vielen Menschen können die Telefon-Nummer 112 aber nicht anrufen. 
Zum Beispiel Menschen, die nur wenig hören können.
Oder Menschen, die nur schlecht sprechen können. 
Deshalb gibt es auch für Kranken-Wagen eine App: 

Die App nora 

Die App für Kranken-Wagen heißt nora. 
Sie können nora auf Ihr Handy herunterladen. 
Vielleicht brauchen Sie dann irgendwann einen Kranken-Wagen? 
Dann brauchen Sie auf dem Handy nur auf nora zu drücken. 
Vielleicht kennen Sie den Haus-Notruf für ältere Menschen? 
Oder Notruf-Armbänder für ältere Menschen? 
Die App nora funktioniert ähnlich. 
Mit nora können viel mehr Menschen einen Kranken-Wagen rufen: 

Auch Menschen, die nur wenig hören können. 
Und Menschen, die nur wenig sprechen können. 

Diese Menschen sagen: 

nora ist sehr hilfreich. 

Was ist mit der Feuer-Wehr? 
Und mit der Polizei? 

Sie können mit nora auch die Feuer-Wehr rufen.
Und die Polizei.

Warum kann ich nora nicht herunterladen? 

Es gibt leider auch Probleme mit nora. 
Manche Menschen rufen einen Kranken-Wagen mit nora. 
Eigentlich brauchen sie den Kranken∙wagen aber nicht. 
Das ist ein großes Problem. 
Die Behörden suchen gerade nach einer Lösung für dieses Problem. 

Neue Nutzer müssen bis zu einer Lösung warten.
Probieren Sie es in einigen Wochen noch einmal.
Hoffentlich können Sie nora dann herunterladen.

Ellen Kubica kritisiert das lange Warten auf eine Lösung für nora.
Ellen Kubica ist Politikerin.
Sie setzt sich für Menschen mit Behinderungen ein.
Sie ist zuständig für das Bundes-Land Rheinland-Pfalz.
Der genaue Titel von Ellen Kubica ist:

Beauftragte für Menschen mit Behinderungen in

Ellen Kubica,
Beauftragte für Menschen mit Behinderungen von Rheinland-Pfalz.

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