Gut wohnen mit Rollstuhl?

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BMAS

Neues Leben mit Rollstuhl

Kristina Vogel braucht seit dem Unfall einen Rollstuhl.
Sie genießt aber trotzdem ihr Leben.
Außerdem hat sie jetzt neue Aufgaben:

  • Kristina Vogel setzt sich für Menschen mit Behinderungen ein.
  • Sie war sogar Politikerin in ihrer Stadt in Thüringen.
Kristina Vogel,
Radsportlerin und Olympiasiegerin

Als Mensch mit Behinderung muss ich ständig umplanen.

Hindernisse im Alltag

Ein Problem für Kristina Vogel sind aber Hindernisse im Alltag.
Diese Hindernisse heißen in der Fach-Sprache Barrieren.
Barrieren sind zum Beispiel:

  • kaputte Aufzüge
  • Orte ohne WC für Menschen mit Behinderungen
  • Türschwellen.

Die Barrieren zwingen Kristina Vogel oft umzuplanen.

Oft sind Aufzüge zum Beispiel kaputt.
Dann muss Kristina Vogel nach einem anderen Weg suchen.

Sind diese Barrieren überhaupt erlaubt? 

Eigentlich soll es Barrieren nicht geben.
In Deutschland gibt es nämlich ein Grund-Recht für alle:

Alle Menschen sollen selbst-bestimmt leben können.
Das heißt: ohne ständig fremde Hilfe zu brauchen.

Ein selbst-bestimmtes Leben: ein Grund-Recht für alle

Alle Menschen sollen zum Beispiel in die Praxis von Ärzten kommen können.
Alle sollen Dienst·leistungen nutzen können.

  • Auch blinde Menschen zum Beispiel Bank-Automaten.

Außerdem soll Wohnen ohne Barrieren möglich sein. 
Es gibt aber nur sehr wenige Wohnungen ohne Barrieren.

Wie wohnt Kristina Vogel mit Rollstuhl?

BMAS

Kristina Vogel braucht nach ihrem Unfall eine neue Wohnung:

eine Wohnung für eine Rollstuhl-Fahrerin ohne Barrieren.

Kristina Vogel musste mehrere Monate nach einer Wohnung suchen.
Sie hat eine Wohnung gefunden. 
Die neue Wohnung ist aber nicht perfekt. 
Kristina Vogel plant deshalb nun ein Haus. 
Das macht sie gemeinsam mit ihrem Partner. 
Das Haus soll ohne Barrieren sein. 

Was ist Wohnen ohne Barrieren genau? 

So ist Wohnraum ohne Barrieren:

  • die Wohnung ist einfach zu erreichen
  • Türen ohne Schwellen
  • die Dusche ist speziell für Menschen mit Behinderungen
  • Menschen mit Behinderungen können die Technik bedienen:

zum Beispiel den Herd.

Das Fachwort für Wohnraum ohne Barrieren ist barriere-frei.
Für Menschen mit Rollstuhl muss Wohnraum besonders barriere-frei sein.
Der Fachbegriff für solchen Wohnraum lautet:

R-Wohnung.

Das R in R-Wohnung steht für Rollstuhl.

R-Wohnung = Wohnung für Menschen im Rollstuhl

Was sagt die Regierung?

Wohnraum und Bauen ist für die deutsche Regierung sehr wichtig.
Deshalb gibt es in Deutschland extra eine Bau-Ministerin.
Die Bau-Ministerin ist ein Mitglied von der Regierung.
Die Bau-Ministerin kümmert sich um mehr Wohnraum.
Und um barriere-freies Wohnen.
Die deutsche Bau-Ministerin heißt Klara Geywitz.

Klara Geywitz,
Deutsche Ministerin für Wohnen und Bauen

Barriere-freier Wohnraum ist wichtig für Menschen mit Behinderungen. 
Barriere-freier Wohnraum ist aber auch für viele andere Menschen hilfreich: 
Zum Beispiel für die vielen älteren Menschen.

Was tut die Regierung?

Auch die Mitarbeiter von der Bau-Ministerin kümmern sich um Wohnraum.
Die Mitarbeiter machen das zusammen mit vielen anderen.

  • Zum Beispiel mit Bau-Unternehmen.
  • Mit verschiedenen Städten in Deutschland.
  • Und mit Vereinen von Menschen mit Behinderungen.
  • In der Fach-Sprache heißen diese Vereine:
    Verbände von Menschen mit Behinderungen.

Zusammen überlegen alle zum Beispiel:

  • Was ist mit neuen Häusern?
  • Braucht Deutschland vielleicht Mindest-Regeln für Barriere-Freiheit in neuen Häusern? 

Was bringen Mindest-Regeln für barriere-freie neue Häuser?

Vielleicht gibt es also in Zukunft Mindest-Regeln für barriere-freie neue Häuser.
Sie fragen sich vielleicht:

Was soll das genau bedeuten?

Stellen Sie sich vor:

Sabine wohnt in einem neuen Haus.
In dem neuen Haus gibt es mehrere Wohnungen.
In dem neuen Haus gelten Mindest-Regeln für Barriere-Freiheit.
Mit den Mindest-Regeln ist es so:
Das neue Haus von Sabine ist nicht barriere-frei.
Die Mindest-Regeln erlauben das.
Gleichzeitig gibt es aber eine weitere Regel:
Man muss das neue Haus schnell barriere-frei machen können.

Stellen Sie sich weiter vor:

Sabine wird älter.
Sabine braucht irgendwann einen Rollator.
Zum Glück braucht sie aber nicht umziehen.
Sabine kann weiter in ihrer Wohnung wohnen.
Man kann Sabines Wohnung nämlich schnell barriere-frei machen.
Außerdem ist das nicht so teuer.
Mindest-Regeln für Barriere-Freiheit in neuen Häusern haben für Sabine also einen großen Vorteil.

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